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Paarberatung

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Räumen wir erst einmal mit dem wichtigsten Vorurteil auf. Bei einer Paarberatung gibt es keine Verlierer und Gewinner, keine Unartigkeit und keine Schuldsprüche. Es geht in der Eheberatung, Paarberatung oder Paartherapie – wie immer man es nennen mag – darum, dass es zwei bzw. mehreren Menschen besser geht. Beziehungen sind nicht so einfach, dass man sagen kann, einer hätte die Schuld und der andere ist das Opfer. Vor allem geht es auch darum meist nicht. Sehr oft ist es so, dass sich Dinge nach und nach entwickelt haben und wir nun eine Situation vorfinden, die nicht mehr alleine zu schaffen ist – und in der wir dann meist schon seit Jahren sind oder auf die wir „hin gearbeitet haben“.

Auf einmal wird es zu viel. Jetzt reicht es, zumindest einem der Partner. Meist ist es so, dass einer von beiden einfach nicht mehr kann und der andere Partner sich mit der Situation abfindet. Hier wäre übrigens vielleicht auch die Einzelberatung ein Ansatz, wenn es gerade gemeinsam nicht geht. Es ist dennoch ein Trugschluss, dass nur einer von beiden leidet, denn meist leiden beide unter der Paardynamik, die nicht mehr gesund ist. Schön ist es, wenn dann beide sagen, dass sie sich so viel Wertschätzung geben, dass sie in einer Beratung herausfinden wollen, wie sie beide gewinnen können. Aber wie kann das gehen?

Zuerst bespricht man gemeinsam, wie man miteinander arbeiten möchte, was beiden gemeinsam wichtig ist und wie ein Ziel aussehen kann. Man schaut, ob es darum geht, die Beziehung zu retten, sie mit neuen Impulsen zu versehen oder sie friedlich zu beenden. Meist geht es nicht um das Ende, sondern um wichtige Veränderungen, damit sich Anspannungen lösen können. Jeder von uns wird betriebsblind in den Dingen, die zum Alltag gehören. Das merken wir oft gar nicht. Wenn wir aber beginnen zu beschreiben, wie der Alltag ist, dann kommt es sehr schnell ans Licht. Ein Coach bzw. Berater erkennt dann sehr schnell, was an Dynamik eine Störung der Beziehung hervorgerufen hat. Ebenso erkennt man auch sehr schnell, ob es sich lohnt daran zu arbeiten und bespricht den Weg. Wenn man gemeinsam zu einem Termin kommt und sich nicht gleich anschreit oder ignoriert, dann klappt es wirklich oft.

Danach nimmt man sich die Zeit, mit jedem der Partner einzeln zu sprechen. Hier kann man sich in Ruhe Luft machen und sich einfach von der Seele reden, was einen belastet, ohne dass man Konsequenzen fürchten muss. Das ist deswegen so wichtig, weil jetzt jeder einfach so sein kann, wie er es möchte und keine Rücksicht nehmen muss. Das tut unglaublich gut und befreit. So findest du leicht heraus, was dir wichtig ist, weil Fragen und Gedanken aufkommen, die vorher Tabu waren oder die zumindest schlummerten und nur gelegentlich mal Gedanken wurden. Das machen wir, weil wir ungerne etwas verändern und lieber alles einfach aushalten, bis es platzt.

Nun geht man wieder zusammen in das Gespräch und man schaut, ob es neue Chancen und Impulse gibt. In dieser Vorgehensweise kommt jeder zu seinen wichtigen Fragen und Themen und wird entsprechend gewürdigt. Manche Themen müssen auf den Tisch, andere vielleicht nicht. Das gehört natürlich auch zu den Absprachen, die wir vorher getroffen haben.

Überraschend häufig ergibt sich dabei, dass wir uns in einer Beziehung gar nicht wirklich aneinander reiben, sondern dass wir längst beendete Dinge aus Kindertagen oder Ex-Beziehungen nicht verarbeitet haben und wechselseitig die Knöpfe des Partners drücken. Das verletzt dann immer wieder und führt zur Reaktion. Dies läuft oftmals aufgrund eigener Verletzungen ab und das ganz unbewusst. Wenn jeder der Partner seine „Altlasten“ aufarbeitet, dann haben wir „nur noch“ die eigenen Themen übrig. Oftmals ist das ein sehr großer Anteil an der Gesamtlösung.

Es geht darum, Verbindendes zu nutzen und belastende Störungen von außen aus dem Weg zu räumen. In der Regel ist der Wunsch unserer Klienten, die Beziehung zu retten und neue Impulse zu finden – und das gelingt auch oft, wenn sich beide öffnen und frühere Dinge Frieden finden. Man muss sich nicht streiten, wenn die Verletzungen weniger werden und wir Konflikte nicht in unsere Beziehung tragen, die dort nicht hingehören.

So kann man Einzelthemen angehen, bis man sich wieder zusammen bespricht. Das ist natürlich immer individuell und kann schnell gehen oder mal eine Zeit dauern. Wir alle sind Individuen und bei Beziehungen gibt es immer zwei oder sogar mehr Persönlichkeiten (Kinder, Umfeld, Affäre, Eltern …), die hineinspielen. Das ist meist dann kompliziert, wenn man es nicht mit Hilfe angeht, aber genau mit dieser Unterstützung und Begleitung ganz leicht zu erkennen und auch zu verändern.

Ein erster Kontakt bzw. eine E-Mail mit Rückrufnummer klären den wichtigen Anfang.